Wednesday, 30 December 2009

Land und Tiere

Die Zeit zwischen Weihnachten und Sylvester verbringen wir fleißig mit Erkundungstouren außerhalb von Sydney. In Donnside besuchten wir den Streichelzoo Featherdale Wildlife Park. Im Gegensatz zu deutschen Verhältnissen streichelt und füttert man hier keine Ziegen, Kaninchen oder Meerschweinchen, sondern Koalas, Kangaroos und Emus!






Der Emu war Nadette doch ein wenig suspekt, sodass sie sich zu den Koalas zurückzog.



Ein weiteres Highlight war unser Ausflug zu den Blue Mountains. Die tiefen Schluchten und dicht bewaldeten Bergketten des Nationalparks bieten atemberaubende Aussichten. Aber seht einfach selbst und genießt!







Jetzt ist es auch schon wieder so weit; ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende zu. Wir hoffen, ihr feiert morgen alle schön und rutscht gut ins Neue Jahr!

C U in 2010
Have a good New Year's Eve!

Thursday, 24 December 2009

A Real Australian White Christmas



Bei 34 Grad im Schatten haben wir gestern Heiligabend am brühmten Bondi Beach in Sydney gefeiert.
Weißer Strand und Meer haben nicht direkt die Weihnachtsstimmung hervorgerufen, die wir von zu Hause aus gewohnt waren. Es war aber wirklich eine Erfahrung mitzuerleben, wie Menschen das Fest der Liebe verbringen, für die Weihnachten bei Kälte und Schnee genauso fremd ist wie für uns im Sommer Christmas Songs zu singen. Viele waren ähnlich wie wir gekleidet und genossen den letzten Tag vorm Geschenkeauspacken - in Australien ist erst am 25. Bescherung!





Wir hoffen, ihr hattet ebenfalls fröhliche Weihnachten! Ist es denn nun eine weiße Weihnacht bei euch geworden oder doch nicht?

Merry Christmas to you guys!

Monday, 21 December 2009

Good fun in Sydney



Gerade sind wir wieder in Sydney. Es ist wirklich seltsam nach 3 Monaten reisen an einen Ort zu sein, der einem schon irgendwie vertraut ist. Die bekannte Umgebung erinnerte uns daran, wie alles angefangen hat und ließ uns zurückdenken, was wir gefühlt hatten, als wir uns plötzlich auf einem fremden Kontinent befunden hatten und erst einmal etwas überfordert mit allem waren. Heute können wir mit einem Lächeln darauf zurückblicken. Denn irgendwie empfinden wir schon, dass wir älter und reifer geworden sind. Ok, das hört sich jetzt wirklich ein bisschen übertrieben an, ich meine, wir sprechen hier von gerade mal 3 Monaten. Nichtsdestotrotz ist es jetzt schon anders hier zu leben. Unser Englisch ist sehr viel besser geworden und man muss nicht immer erst übersetzen, wenn man etwas sagt. Vieles ist einfacher geworden. Genauso können wir Sydney dieses Mal richtig genießen, da kein stressiger Autokauf oder nervige Bankverpflichtungen erledigt werden müssen. Wir sind frei!!

Die letzten Tage dieses ereignisreichen Jahres verbringen wir mit Chris und Kate, Nadette’s Gasteltern aus Texas, bei denen sie während ihres High School Jahres gelebt hat.

Gemeinsam unternahmen wir diverse Ausflüge, wie die Besichtigung des Royal Botanic Gardens im Herzen Sydneys. Dort machten wir Bekanntschaft mit den heimischen Kakadoos, die alles andere als schüchtern waren und uns sogar die mitgebrachten Körner aus den Händen pickten.



Am Shelly Beach machten wir einen Tauchkurs, den wir von Chris und Kate als vorträgliches Weihnachtsgeschenk bekamen. Leider musste Pucky das Ganze abbrechen, als er merkte, dass er sich doch nicht so ganz wohl mit einem engen Neoprenanzug, einer riesigen Sauerstoffflasche auf dem Rücken, Gewichten um die Hüfte und Flossen an den Füßen fühle, die mehr ein Hindernis als eine Hilfe waren. Nadette hat den Tauchgang jodoch hervorragend gemeistert und konnte sogar ein geniales Foto schießen.




Es hat Pucky jodoch so gewurmt, dass er nicht mit tauchen gegangen ist, dass wir uns gleich am nächsten Tag ein Snorkeling Equipment gekauft haben. Nun schnorchelt er wie ein kleiner Jellyfish vor sich hin.



Kennt ihr Lawn Bowling? Hmm, wir kannten es auch nicht! Es ist wohl ein englischer Nationalsport, der es bis nach Australien geschafft hat, und von Jung und Alt mit großer Freude gespielt wird.
Der sogenannte „Jack“ ist eine kleine, weiße Kugel. Mit 2 großen Kugeln versucht jeder Spieler so nach wie möglich an den Jack heranzukommen. Derjenige, der am nähesten mit seiner Kugel dran ist, bekommt einen Punkt. Lawn Bowling ähnelt sehr stark Boccia, nur dass man es barfuß auf einer Wiese spielt und die Kugeln eine andere Dimension haben.



Friday, 18 December 2009

Melbourne

Zurück in Melbourne hatten wir dieses Mal ein bisschen mehr Zeit uns die Stadt anzuschauen – keine Fähre saß uns im Nacken.
Mit dem Zug ging’s zum Stadtkern. Schon beim Einfahren in den Bahnhof staunten wir nicht schlecht, denn der Flinders – Street – Bahnhof ist prachtvoll und steht in keinem Vergleich zu dem, was wir aus Essen gewohnt sind.



Um eine bessere Vorstellung von der Millionenmetropole zu bekommen fuhren wir mit einem Aufzug in die 88. Etage des Eureka Tower’s. Aus 300 Metern Höhe erhielten wir diesen Ausblick:




Die Rundumsicht von oben machte uns neugierig auf das, was unten auf uns wartete. Also unternahmen wir einen Spaziergang durch die Stadt und kamen unter anderem am Federal Square, einem modernen Museumskomplex, und zahlreichen Shopping Malls und Einkaufsstraßen vorbei.



Die Royal Arcade ist die älteste Einkaufsarkade Melbournes. Laut unseres Reiseführers, sollte es hier bei Koko Black die beste Schokolade geben. So kauften wir trotz überteuerter Preise ein paar Pralinen, die uns ausgezeichnet geschmeckt haben.


Wednesday, 9 December 2009

Tasmanien - Unberührte Wildnis

In Melbourne angekommen hatten wir kaum Zeit die Stadt kennen zu lernen, da schon die nächste Autofähre im Hafen von Melbourne auf uns wartete. Diesmal sollte es nach Tasmanien, dem kleinsten Staat Autraliens gehen. Tasmanien liegt unterhalb des Hauptlandes und ist somit der südlichste und kälteste Staat Australiens. „Kalt“ ist bei den hohen Temepraturen Down Under allerdings relativ zu betrachten. Jedenfalls war es auf „Tassie“ (Aussie Slang) warm genug uns jeden Tag zum Schwitzen zu bringen.
Unser Plan zur Erkundung Tasmaniens, die die Größe Bayerns umfasst, sah wie folgt aus: In 2 Wochen einmal um die Insel herum und so viel wie möglich von der wunderschönen Landschaft sehen!
Nach einer 10 stündigen Fahrt mit der Fähre erreichten wir Tasmaniens Hafenstadt Devonport.
Von dort aus begaben wir uns gen Westen nach Stanley. Die Stadt ist berühmt für ihren erloschenen Vulkan „The Nut“, den man mit Hilfe eines Sessellifts erklimmen kann.



Von der Vulkanspitze aus erhält man einen Ausblick, der unterschiedlicher nicht sein könnte.




Unser nächster Zielort befand sich im Nord-Westen Tasmaniens. Im Arthur River genossen wir eine 4 stündige Kanutour.





Unsere Route führte uns weiter zum Cradle Mountan Lake St Clair National Park. Dort hatten wir die Wahl zwischen verschiedenen Walks. Schließlich entschieden wir uns für den 3 stündigen Dove Lake Circuit.




Einem Geheimtipp folgend fuhren wir den Lyell Highway entlang, der von der alten Bergbau- und Holzfällerstadt Queenstown 100 km mitten durch die Wildnis zur Hauptstadt Hobart führt.





Gleichzeitig führt der Lyell Highway durch den Franklin-Gorden Wild River National Park, sodass wir auf unserem Weg an diversen Stellen anhielten, um das Wunderwerk Natur genauer zu betrachten.
So bestaunten wir unter anderem die Nelsen Falls und den Donaghy's Lookout.




Einen weiteren kleinen Abstecher erlaubten wir uns vom Lyell Highway, da wir den Mount Field National Park, den ältesten National Park Tasmaniens, nicht missen wollten. Der Umweg hat sich mal wieder gelohnt: Wir erkundeteten den ältesten Wald Tasmaniens und standen staunend vor über 90 Meter hohen Bäumen!




Obwohl wir nun schon 3 National Parks besucht hatten und die meiste Zeit unseres Aufenhalts vorüber war, hatten wir immer noch keinen Tasmanischen Teufel gesehen. Um sicher zu gehen schauten wir im Wildlife Sanctuary, einem Rehabilitationszentrum für Wildleben, vorbei.
Nachdem wir uns mit dem Ranger angefreundet hatten durften wir sogar einen Baby-Wombat streicheln :-). Leider gibt's von diesem Moment keine Aufnahme, da wir so von der Rolle waren.






Nach 1 Stunde Autofahrt erreichten wir Tasmaniens Hauptstadt Hobart (190.000 Einwohner). Die Hafenstadt liegt im Süden der Insel und ist die größte Stadt Tasmaniens.

Nach einer gelungenen kleinen Shoppingtour (Skateschuhe für 40 euro mit 5 Paar Gratisstrümpfen) begaben wir uns nach South Port, dem südlichsten Punkt Tasmaniens und so auch ganz Australiens.



Weiter ging's von South Port nach Port Arthur, einer ehemaligen britischen Strafskolonie, die sich im Süd-Osten der Insel befindet.
Port Arthur entstand 1830 als Holzfällerlager und wurde 3 Jahre später zu einem Straflager für Wiederholungstäter aus allen australischen Kolonien umgewandelt. Nach 1840 war es auch zu einer wichtigen industriellen Siedlung mit mehr als 2000 Einwohnern geworden.
Leichteste Kriminalitäten (z.B. Diebstahl einer Uhr) konnte dazu führen für mehrere Jahre als Gefangener in Port Arthur zu landen.



Einer der 10 schönsten Strände der Welt, Wineglass Bay, lockte uns zum Freycinet National Park.
Allerdings war der Weg zu ihm steiniger und steiler als gedacht, denn zum Wineglass Bay führt keine Straße sondern eben bloß ein schweißtreibender Wanderweg.

Wineglassbay vom Lookout und aus der Nähe:




Auf dem Rückweg nach Devonport, wo unsere Fähre uns zurück zum Hauptland bringen sollte, durchfuhren wir Launceston, die zweitgrößte Stadt Tasmanien.

2 Wochen auf Tasmanien vergingen wie im Flug! Bereits auf der Fähre fingen wir an Tasmanien zu vermissen.