In Melbourne angekommen hatten wir kaum Zeit die Stadt kennen zu lernen, da schon die nächste Autofähre im Hafen von Melbourne auf uns wartete. Diesmal sollte es nach Tasmanien, dem kleinsten Staat Autraliens gehen. Tasmanien liegt unterhalb des Hauptlandes und ist somit der südlichste und kälteste Staat Australiens. „Kalt“ ist bei den hohen Temepraturen Down Under allerdings relativ zu betrachten. Jedenfalls war es auf „Tassie“ (Aussie Slang) warm genug uns jeden Tag zum Schwitzen zu bringen.
Unser Plan zur Erkundung Tasmaniens, die die Größe Bayerns umfasst, sah wie folgt aus: In 2 Wochen einmal um die Insel herum und so viel wie möglich von der wunderschönen Landschaft sehen!
Nach einer 10 stündigen Fahrt mit der Fähre erreichten wir Tasmaniens Hafenstadt Devonport.
Von dort aus begaben wir uns gen Westen nach Stanley. Die Stadt ist berühmt für ihren erloschenen Vulkan „The Nut“, den man mit Hilfe eines Sessellifts erklimmen kann.

Von der Vulkanspitze aus erhält man einen Ausblick, der unterschiedlicher nicht sein könnte.


Unser nächster Zielort befand sich im Nord-Westen Tasmaniens. Im Arthur River genossen wir eine 4 stündige Kanutour.



Unsere Route führte uns weiter zum Cradle Mountan Lake St Clair National Park. Dort hatten wir die Wahl zwischen verschiedenen Walks. Schließlich entschieden wir uns für den 3 stündigen Dove Lake Circuit.


Einem Geheimtipp folgend fuhren wir den Lyell Highway entlang, der von der alten Bergbau- und Holzfällerstadt Queenstown 100 km mitten durch die Wildnis zur Hauptstadt Hobart führt.



Gleichzeitig führt der Lyell Highway durch den Franklin-Gorden Wild River National Park, sodass wir auf unserem Weg an diversen Stellen anhielten, um das Wunderwerk Natur genauer zu betrachten.
So bestaunten wir unter anderem die Nelsen Falls und den Donaghy's Lookout.


Einen weiteren kleinen Abstecher erlaubten wir uns vom Lyell Highway, da wir den Mount Field National Park, den ältesten National Park Tasmaniens, nicht missen wollten. Der Umweg hat sich mal wieder gelohnt: Wir erkundeteten den ältesten Wald Tasmaniens und standen staunend vor über 90 Meter hohen Bäumen!


Obwohl wir nun schon 3 National Parks besucht hatten und die meiste Zeit unseres Aufenhalts vorüber war, hatten wir immer noch keinen Tasmanischen Teufel gesehen. Um sicher zu gehen schauten wir im Wildlife Sanctuary, einem Rehabilitationszentrum für Wildleben, vorbei.
Nachdem wir uns mit dem Ranger angefreundet hatten durften wir sogar einen Baby-Wombat streicheln :-). Leider gibt's von diesem Moment keine Aufnahme, da wir so von der Rolle waren.




Nach 1 Stunde Autofahrt erreichten wir Tasmaniens Hauptstadt Hobart (190.000 Einwohner). Die Hafenstadt liegt im Süden der Insel und ist die größte Stadt Tasmaniens.
Nach einer gelungenen kleinen Shoppingtour (Skateschuhe für 40 euro mit 5 Paar Gratisstrümpfen) begaben wir uns nach South Port, dem südlichsten Punkt Tasmaniens und so auch ganz Australiens.

Weiter ging's von South Port nach Port Arthur, einer ehemaligen britischen Strafskolonie, die sich im Süd-Osten der Insel befindet.
Port Arthur entstand 1830 als Holzfällerlager und wurde 3 Jahre später zu einem Straflager für Wiederholungstäter aus allen australischen Kolonien umgewandelt. Nach 1840 war es auch zu einer wichtigen industriellen Siedlung mit mehr als 2000 Einwohnern geworden.
Leichteste Kriminalitäten (z.B. Diebstahl einer Uhr) konnte dazu führen für mehrere Jahre als Gefangener in Port Arthur zu landen.

Einer der 10 schönsten Strände der Welt, Wineglass Bay, lockte uns zum Freycinet National Park.
Allerdings war der Weg zu ihm steiniger und steiler als gedacht, denn zum Wineglass Bay führt keine Straße sondern eben bloß ein schweißtreibender Wanderweg.
Wineglassbay vom Lookout und aus der Nähe:


Auf dem Rückweg nach Devonport, wo unsere Fähre uns zurück zum Hauptland bringen sollte, durchfuhren wir Launceston, die zweitgrößte Stadt Tasmanien.
2 Wochen auf Tasmanien vergingen wie im Flug! Bereits auf der Fähre fingen wir an Tasmanien zu vermissen.