4,3 mio Einwohner teilen sich das Land mit 40 mio Schafen!
Aufgrund der Nähe zu Australien, war es quasi ein Muss auch mal unseren neuen Nachbarn einen Besuch abzustatten. Also nahmen wir uns einen Monat Auszeit von unserem geliebten Australien.
Das erste, das uns auffiel, war der ernorme Temperaturunterschied. Kaum einen Fuß aus dem neuseeländischen Flughafen in Christchurch gesetzt, war dieser auch schon eingefroren… Nein! Ganz so schlimm war es dann doch nicht, dennoch kamen wir uns mit unserem sommerlichen Outfit fehl am Platz vor. Also kramten wir die eingestaubten Pullover und Jacken aus unseren Backpacks hervor und machten uns auf Erkundungstur der Südinsel mit unsrem Leihwagen.
Unser erstes Ziel waren die Moeraki Boulders südlich von Christchurch. Die 4 mio Jahre alten Gesteinsblasen betragen einen Durchmesser von bis zu 4m.
Weiter ging’s Richtung Süden zur bezaubernden Halbinsel Otago Peninsula, wo wir ein paar Robben “hallo” sagten, die gemütlich am Strand in der Abendsonne dösten.
Unmittelbar in der Nähe und doch so weit weg von der schönen Natur erbeuteten wir in der Großstadt Dunedin ein paar wärmere Kleindungsstücke und bekamen ein gratis Knöllchen für’s Falschparken. Aber wenigstens war uns jetzt nicht mehr kalt.
Wildes Buschland, idyllische Wasserfälle und einsame Buchten warteten in den Catlins auf uns.
Ein ganz besonderes Erlebnis war unser Ausflug zum Milford Sound. Mit Hilfe eines Bootes fuhren wir den 16 km langen Fjord bis zur Tasman Sea.
Ein ganzes Stück weiter Norden wartete der Mount Cook National Park auf uns. Der größte Berg Neuseelands nach dem der National Park benannt ist, bringt es zu einer Höhe von 3754m.
Im Herzen der Südinsel findet man Lake Pukaki und Lake Tekapo. Sie erstrahlen in einem unecht wirkenenden türkisfarbenen Ton.
Anschließend fuhren wir den Haast Pass entland, der uns zur Westküste brachte. Dort angekommen bestaunten wir den Franz Josef Glacier.
Einen überragenden Blick auf den Lake Matheson und die sich darin spiegelnden Alpengipfel hatten wir vom Aussichtspunkt View of Views.
Auf unserer to-do-Liste standen noch die Pancake Rocks, die von Wasser, Wind und Zeit ihre einmalige Form erhielten, die an aufeinander gestapelte Pfannekuchen erinnert.
Ganz im Norden trafen wir auf den Abel Tasman National Park, der zugleich unser letztes Ziel auf der Südinsel war. Ein langer Walk führte uns zu einsamen Buchten an verlassenen Stränden.
2 Wochen waren vergangen, so machten wir mit der Autofähre auf den Weg zur Nordinsel. In Wellingten begrüßte uns zu unserer Freude mit deutlich wärmerem Wetter. So schländerten wir durch die Innenstadt und besuchten das Museum of New Zealand.
Vorbei am Mount Egmont landeten wir schließlich an den Waitomo Caves. Mit einem Boot durchfuhren wir eine Höhle voller Glühwürmchen, die im Dunklen an der Decke einen Sternenhimmel bilden. Leider war das Fotographieren nicht gestattet.
Zum größten See Neuseelands (Lake Taupo) gelangten wir via Tongariro National Park, dem ältesten des Landes.
Den östlich gelegenen Städten, die sich von Napier bis Gisborn erstrecken, genossen wir vom Auto aus. Der Pacific Coast Highway brachte uns zur gigantischen Bay of Plenty. Stände und wunderschöne Landschaften sind dort wirklich im Überfluss vorzufinden. Es war einer unserer Lieblingsorte.
Die zentral gelegene Stadt Rotorua liegt in einer dampfenden wald- und seenreichen Thermalregion. Wir genossen ein Bad im Polynesian Spa und unternahmen Walks durch Waimangu Vulcanic Valley und Thermal Wonderland.
In Reglan besuchten wir Milena und tauschten wir uns mit unseren Erfahrungen und Erlebnissen der letzten Monate aus und gingen Surfen. Da wir noch keine Erfahrungen mit dem Surfen hatten, nahmen wir eine professionelle Surfstunde.
Bevor es von Auckland zurück nach Australien ging, machten wir einen Abstecher zu den Cathedral Cove und dem Hot Water Beach, aus dem tatsächlich hochend heißes Wasser aus dem Sand sprudelt, sobald man ein Loch gräbt.