Friday, 7 May 2010

Maleny

Was im März geschah:
So viel Urlaub hatten wir nun und so viele neue Eindrücke konnten wir sammeln.
Zurück in Brisbane angekommen, beworben wir uns für Jobs und wurden recht schnell fündig. Das Schicksal brachte uns nach Maleny (ausgesprochen: Maleynie). Die Menschen, die dort leben, leben dort, weil sie als Gemeinschaft etwas bewegen wollen. Beispielsweise setzen sie sich dafür ein, dass der Lokale Markt und nicht Global Players unterstützt werden. Überall in Maleny trifft man auf „organic food“, also Lebensmittel, die ohne den Einsatz gentechnisch veränderter Organismen und ohne Pflanzenschutzmittel angebaut werden. Der geschmackliche Unterschied zu nicht oranischem Essen ist unvorstellbar groß.
Früchte aus dem herkömmlichen Supermarkt haben viele Nährstoffe verloren, weil sie viel zu früh geerntet wurden und wie Äpfel z.B. für Monate schockgefroren werden.
Maleny ist in Australien durch seinen „Krieg“ mit Woolworths (größte Supermarktkette Australiens) bekannt geworden.
Vor ein paar Jahren plante der riesen Konzern eine Filiale in Maleny zu errichten. Zu allem Übel auch noch in einem Naturschutzgebiet. Die Einwohner Maleny’s waren alles andere als erfreut und betonten mehrfach, dass sie kein Woolworths in ihrer Stadt haben wollen; erst Recht nicht zum Nachteil ihrer geliebter Natur. Unzählige Protests folgten, allesamt zwecklos. So fragten die Einwohner die Manager von Woolworths: „Was bitte können wir tun, damit ihr kein Woolworths in unsere Stadt baut?“ Die Antwort: Ihr könnt uns das Grundstück für 1.000.000 Dollar“ abkaufen!
Bis zum Ende des nächsten Tages hatte die Gemeinschaft eine Million Dollar durch spenden gesammelt. Zwar sollen die Blicke der Manager schockierend gewesen sein, dennoch steht heute ein Woolworths in Maleny. Es ist wahrscheinlich die Woolworths Filiale mit dem schlechtesten Umsatz in ganz Australien, weil sich die Einwohner von Maleny stickt weigern dort einkaufen zu gehen und mit Stickern wie „Woolworths – I won’t shop there“ weiterhin protestieren.

Ihr könnt euch also vorstellen, dass wir viele interessante Menschen in Maleny kennen lernen durften.
2 Wochen lang arbeiteten wir für eine netten Famlie aus Maleny. Wir bekämpften Unkraut, kümmerten uns um die Hühner und halfen bei schlechtem Wetter im Haushalt.




Hier erfuhren wir vieles über die Hintergründe der Stadt und die Absichten der Bewohner.
Zu unserem Glück konnten wir sogar unseren Campervan an diese Famlie verkaufen. Zwar war es wirklich seltsam unser heißgeliebtes Auto wegzugeben, im Nachhinein sind wir jedoch froh, dass wir den ganzen Verkaufsstress jetzt schon hinter uns haben. Außerdem ist es beruhigend, dass unser Baby in guten Händen ist.



Die darauffolgenden 2 Wochen arbeiteten wir für Valry, eine Freundin der Famlie. Ihr Garten ist einfach nur atemberaubend schön. Man könnte es als eine Art Lebenswerk bezeichnen, denn fast ihr ganzes Leben pflegt, erneuert und gestaltet sie ihr kleines Paradies.





Mo beim pflücken einer Dragon Fruit. Unglaublich lecker und nährreich!



18 Monate lang hat diese Ananas sich Zeit genommen zu reifen. Das schmeckt man auch!



Es war wirklich schön mit ihr zusammen zu wohnen und Zeit zu verbringen. Sie ist ein sehr interessanter Mensch, von dem man viel lernen kann. Gleichzeitig hat sie es geschafft uns das Gefühl zu geben ein richtiger Teil der Familie zu sein.
Valry hat sich nicht nehmen lassen uns ein wenig herumzuführen, sodass wir wundervolle Gegenden um Maleny herum erleben durften.

3 comments:

  1. Hello ihr 2!
    Das hört sich ja alles super an...
    Warum habt ihr euer Auto denn jetzt schon verkauft? Braucht ihr es in der letzten Zeit nicht mehr?
    Ihr seht einfach so wiztig aus ;) Ist nicht böse gemeint, aber bei dir, Pucky, sprießt ja einfach jegliche, sichtbare Körperbehaarung... mein lieber Mann =)
    Ich freu mich schon wieder auf das erste Wiedersehen mit euch...
    Ganz liebe Grüße und 1000 Küsschen :-*
    Eure Änn =)

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  2. Liebe Dette, lieber Mo,

    der Ausspruch von dir, Mo, Weihnachten 2008 bei deiner Kurzvisite in der Wohnung eines weiteren verstorbenen Messies, gerichtet an die seit Wochen mit der Renovierung der Wohnung befassten, völlig erschöpften Eltern, denen ansatzweise der Gedanke an einen sich an den Arbeiten beteiligenden Sohn gekommen war: "Ich bin kein Mann der Tat, sondern ein Mann des Wortes!", begleitet vom fluchtartigen Verlassen des Tatortes, ist wohl offensichtlich graue Vergangenheit. Körperliche Arbeit ist kein Fremdwort mehr für euch. Und ihr schlagt euch überaus tapfer - Respekt! Dass ihr so offen seid für andere Überzeugungen, zuhört, euch Gedanken macht, viel mitnehmt für euer eigenes Leben, zeigt, dass die Reise durch Australien viel, viel mehr als Urlaub ist. Und die wahnsinnige Geschichte rund um den Verkauf eures geliebten Campingvans habt ihr nicht einmal ansatzweise erzählt, auch bescheiden verschwiegen, dass ihr euch sogar zu überaus ernst zu nehmenden Verhandlungspartnern mit viel Geschick und Hartnäckigkeit entwickelt habt. Weiter so!
    Alles, alles Liebe
    Ma und Pa

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  3. na ihr beideeeeen:)
    man sieht euch gehts immer noch super gut
    das freut mich total:)
    und mal wieder erlebt ihr was neues:)
    hoffe es geht für euch so weiter:)
    vermisse und liebe euch:*
    euer freddi:**

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